Mal riecht die Maschine nach dem Spülgang kaum, mal steigt einem beim Öffnen ein deutlicher Geruch entgegen. Die Maschine ist dieselbe, das Programm dasselbe – aber der Inhalt war ein anderer. Fischpfanne, Fleischtopf, oder einfach ein paar besonders fettige Auflaufformen. Und plötzlich riecht es.
Viele fragen sich, ob das normal ist oder ob etwas nicht stimmt. Die kurze Antwort: Es ist normal – aber nicht bedeutungslos.
Warum der Inhalt den Geruch beeinflusst
Eine Spülmaschine arbeitet mit demselben Wasser für den gesamten Spülgang. Das Wasser nimmt Gerüche, Fette und Partikel aus dem Geschirr auf. Je intensiver und fettreicher der Inhalt, desto mehr davon landet im Wasser – und damit auch in den Bereichen, die das Wasser durchläuft: Sieb, Pumpe, Schläuche, Dichtungen.
Nach einem normalen Alltagsspülgang bleibt davon wenig übrig. Nach einem Spülgang mit stark riechenden Lebensmitteln schon. Der Geruch, den man beim Öffnen wahrnimmt, ist meist eine Kombination aus dem noch warmen Dampf im Innenraum und den frischen Ablagerungen im Sieb- und Abflussbereich.
Das ist kein Zeichen, dass die Maschine schmutzig ist. Es ist ein Zeichen, dass sie gerade viel verarbeitet hat.
Bestimmte Lebensmittel hinterlassen mehr als andere
Fisch ist das bekannteste Beispiel. Die enthaltenen Aminosäuren zersetzen sich beim Erhitzen und erzeugen einen penetranten Geruch, der sich schnell im gesamten Innenraum verteilt. Ähnliches gilt für Zwiebeln, Knoblauch, stark gewürzte Speisen und fettige Fleischgerichte.
Interessant ist, dass der Geruch oft nicht beim Spülen selbst entsteht, sondern danach. Wenn die Maschine abkühlt und die Feuchtigkeit im Innenraum kondensiert, setzen sich Geruchsstoffe an Dichtungen und Oberflächen ab. Beim nächsten Öffnen – manchmal erst Stunden später – riecht man dann das, was der letzte Spülgang hinterlassen hat.
Wann es kein Problem ist – und wann doch
Wenn der Geruch nach dem nächsten normalen Spülgang wieder weg ist, ist alles in Ordnung. Die Maschine hat sich selbst gereinigt, die Ablagerungen wurden ausgespült.
Problematisch wird es, wenn der Geruch bleibt. Wenn also auch nach einem Standardspülgang mit normalem Geschirr noch der Fisch vom Vortag wahrnehmbar ist. Dann haben sich Rückstände festgesetzt – im Sieb, in der Dichtung oder im Ablaufschlauch – und werden vom regulären Spülgang nicht mehr vollständig entfernt.
In diesem Fall hilft es, das Sieb gründlich zu reinigen und anschließend einen heißen Spülgang ohne Beladung durchzuführen. Wer nach stark riechenden Speisen regelmäßig auf ein kurzes Intensivprogramm setzt, verhindert, dass sich Gerüche dauerhaft festsetzen.
Nach Fisch oder Fleisch: was direkt hilft
Das Sieb nach solchen Spülgängen kurz unter fließendem Wasser abspülen – das dauert eine Minute und verhindert, dass Partikel antrocknen und anfangen zu riechen. Die Tür der Maschine nach dem Spülgang einen Spalt offen lassen, damit Feuchtigkeit und Geruch abziehen können.
Das sind keine großen Maßnahmen, aber sie machen einen spürbaren Unterschied – besonders wenn man regelmäßig stark riechende Speisen spült und nicht möchte, dass sich das in der Maschine festsetzt.